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Gedenkveranstaltung Friedhof Norrenberg, Wuppertal: 79 Jahre nach der Befreiung von Krieg und Faschismus

Autor*in: Redaktion solital.de
2 Minuten
Gedenkveranstaltung Friedhof Norrenberg, Wuppertal: 79 Jahre nach der Befreiung von Krieg und Faschismus

79 Jahre nach der Befreiung von Krieg und Faschismus: Wir mahnen und fordern:
Kein Krieg! Die Waffen nieder! Abrüstung statt Aufrüstung!

79 Jahre nach der Befreiung von Krieg und Faschismus erleben wir in diesem Land infolge des Ukraine-Krieges medial und politisch einen bisher nicht gekannten Eifer, militärische Logik gesellschaftlich durchzusetzen.

Die langfristigen Folgen des zweiten Weltkrieges erleben wir in diesem Land auch noch nach 79 Jahren: Immer wieder müssen die Bewohner:innen von Häusern weiträumig vom Fundort einer zu entschärfenden Fliegebombe zeitweilig evakuiert werden.

Vergangene und gegenwärtige Kriege in vielen Weltregionen verursachen weiterhin menschliches Leid und Zerstörungen von Städten, Natur und Rechtssystemen.

79 Jahre nach dem Tag der Befreiung – am 8. Mai 1945 – müssen wir erinnern und mahnen:

  • Der Befreiung von Krieg und Faschismus verdanken wir die demokratische Entwicklung in Deutschland
  • Demokratie kann sich nur gut unter den Voraussetzungen gesellschaftlicher Teilhabe und sozialer Sicherheit fortentwickeln 
  • Demokratie lebt von der Gleichbehandlung aller hier lebender Menschen 
  • Demokratie kann und darf rechte Ideologien, Rassismus und Antisemitismus nicht dulden
  • Demokratie ist nicht vereinbar mit „Kriegstüchtigkeit“
  • Demokratie erfordert Bildung zur Friedensfähigkeit und gewaltfreien Konfliktlösungen
  • Demokratie braucht Frieden!

Mit Redebeiträgen und Musik der Bläsergruppe "Carmina Venti"

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Im Anschluss:

Einladung zur Lesung "Meine Spurensuche" mit Lieselotte Bhatia mit musikalischer Unterstützung von Ulli Klan
am 8. Mai 2024 – 19.00 Uhr in der Färberei / Peter Hansen Platz – Wuppertal Oberbarmen

"Meine Spurensuche" ist der Titel des Buches ihrer spannenden Lebensgeschichte. „Von Vohwinkel, Delhi, Dammam und zurück …“ heißt der erste Text der sehr persönlichen Spurensuche von Lieselotte Bhatia. Er führt uns unter anderem nach Indien und Saudi-Arabien.
Der zweite Text dokumentiert Lieselotte Bhatias langjährige und anhaltende Spurensuche, vom Burgholz ins ukrainische Dnepropetrovsk, auf den Spuren ihres Vaters, des Kriminalpolizisten und verurteilten NS-Kriegsverbrechers Wilhelm Ober.
Im dritten Teil des Buches werden ausgewählte Briefe von ehemaligen Wuppertaler ZwangsarbeiterInnen dokumentiert, die seit dem Anfang der 2000er Jahre brieflich in Kontakt zum Verein »Spurensuche-N.S.-Geschichte in Wuppertal« traten und Vertrauen fassten, ihre Leidensgeschichten aus der NS-Zeit zu erzählen.

Statt einer Eintrittszahlung sind Spenden zur Kostendeckung für die Veranstaltung erwünscht.

© Text: Organisationskreis der Gedenkveranstaltung
© Foto: Wuppertaler Friedensforum, Bild der Veranstaltung vom 08.05.2023