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Fight 4 Solidarity - Web-Seminare Sorgearbeit in der Krise am 03.11. und Propaganda oder Aufklärung am 24.11.2022

Autor*in: Jürgen
3 Minuten
Fight 4 Solidarity - Web-Seminare Sorgearbeit in der Krise  am 03.11. und Propaganda oder Aufklärung am 24.11.2022

Im Rahmen der Bildungsreihe „Fight for Solidarity“ werden im November die beiden folgenden Web-Seminare angeboten:

03. November 2022, 19 Uhr: Sorgearbeit in der Krise

In der Pandemie sind die Stimmen all derer sichtbarer geworden, die unser System am Laufen halten: Für pflegendes Personal wurde geklatscht. Die Doppelbelastung von Personen mit Kindern aufgrund von geschlossenen Bildungseinrichtungen ist sichtbar geworden. Es sind vor allem Frauen, die zurückstecken und die zusätzliche Care-Arbeit neben ihrer Erwerbsarbeit auffangen.

Doch diese Sichtbarmachung beschreibt die Zementierung von Ungleichheiten, die bereits vor der Pandemie Alltag vieler Menschen war. Positive Veränderung, wie eine Umverteilung von Sorge-Arbeit oder materielle Aufwertung von Pflegeberufen, bleiben neben kleineren Pflegebonis aus. Im Web-Seminar schauen wir auf die Ursachen für die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit. Ebenso schauen wir auf Alternativen und Forderungen von Feminist*innen und Care-Aktivist*innen, die sich seit Jahren für eine Wirtschaft und Gesellschaft einsetzen, wo Sorgearbeit im Zentrum steht.

Mia Smettan arbeitet im Rahmen des Konzeptwerks zu feministischen und kapitalismuskritischen Themen, organisiert dazu Veranstaltungen und gibt Workshops. Neben der Arbeit für das Konzeptwerk zerbricht sie sich den Kopf über feministische Bewegungen und Identitätspolitik und diskutiert gern über utopischen Science-Fiction.

Frauke Linne sorgt im Fundraising-Team des Konzeptwerk für die nötigen finanziellen Mittel, um den gesellschaftliche Wandel voranzutreiben. Sie ist feministisch aktiv und setzt sich dabei vor allem gern für die Aufwertung von Care-Arbeit ein oder diskutiert über aktuelles Hiphop- und Popgeschehen.

Die Zugangsdaten zum Web-Seminarerhaltet Ihr nach einer formlosen namentlichen (Vor und Nachname) Anmeldung an Anmeldung@fight4solidarity.de am Vortag der Veranstaltung. Infos unter Sorgearbeit in der Krise – Fight for Solidarity 

24. November 2022, 19 Uhr: Propaganda oder Aufklärung? Ein kritischer Blick auf „kritische Medien“

Mit dem Siegeszug des Internets ist auch der Aufstieg sogenannter „Alternativmedien“ verknüpft. Die einen sehen in deren Arbeit ein erhebliches Demokratisierungspotential, andere warnen vor Verschwörungstheorien, die über radikalisierte Portale verbreitet werden. Der Vortrag thematisiert die Szene der „Alternativmedien“ vor dem Hintergrund der Corona-Krise und des russischen Kriegs gegen die Ukraine. Geht es hier um Aufklärung oder um Propaganda? Wie positionieren sich neue „kritische Medien“ in beiden Fällen? Stimmt die Redeweise von der radikalen Querfront? Welche Methoden setzen die Portale ein? Markus Linden beleuchtet diese Fragen anhand ausgewählter „Alternativmedien“ wie z.B. „Rubikon“, „Nachdenkseiten“ oder „Compact“. 

Prof. Dr. Markus Linden lehrt als außerplanmäßiger Professor für Politikwissenschaft an der Universität Trier. Seine Promotion „Politische Integration im vereinten Deutschland“ (2006) und die Habilitation „Einschluss und Ausschluss durch Repräsentation“ (2014) sind als Monographien im Nomos-Verlag erschienen. Linden forscht und publiziert zur „Theorie und Empirie der Demokratie“. Hierbei bilden die digitale Öffentlichkeit und die Geistesgeschichte radikaler Gegenwartsbewegungen aktuelle Schwerpunkte.

Die Zugangsdaten zum Web-Seminarerhaltet Ihr nach einer formlosen namentlichen (Vor und Nachname) Anmeldung an Anmeldung@fight4solidarity.de am Vortag der Veranstaltung. Infos unter Ein kritischer Blick auf kritische Medien – Fight for Solidarity

Beide Veranstaltungen sind Teil der Bildungsreihe „Fight for Solidarity“ und werden finanziert u.a. aus Mitteln der Städte Solingen und Wuppertal sowie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!". Informationen zum  Veranstalterkreis und den Teilnahme- und Anmeldebedingungen sowie die weiteren Themen und Termine finden sich unter: www.fight4solidarity.de 

Bildnachweis: public domain, www.Piqsels.com

Hinweis : „Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung“