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Brandanschlag in Erkrath

Autor*in: Gast
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Brandanschlag in Erkrath

In Erkrath im Kreis Mettmann gab es am Freitag, den 9. Juli, einen wahrscheinlich rassistisch motivierten Brandanschlag gegen den Afroshop „Akwaaba Hair & Art Studio“. Die Besitzerinnen Jenny und Sidney hatten den Laden vor etwa einem Jahr eröffnet. Es war der erste Afroshop in Erkrath und er war ein Ort der Begegnung und des Empowerments für Schwarze Frauen. Die Besitzerinnen erlebten jedoch auch seit dem Tag der Eröffnung Anfeindungen in Form vom abwertenden Aussagen und Schmierereien auf den Schaufenstern des Salons. Nun wurde das Studio niedergebrannt und der Traum und die finanzielle Existenz der beiden jungen Gründerinnen zerstört. Im Bericht vom RosaMag  wird die Aktivistin Glenda zitiert. Sie ist Gründerin des Kölner Vereins "Sonnenblumen Community Development Group" und unterstützte die beiden Besitzerinnen nach dem Anschlag durch Öffentlichkeitsarbeit und eine Spendenkampagne:

“Da ist eine junge Mutter, die versucht etwas aufzubauen, einen Safespace zu kreieren, und dann kommt jemand, nimmt ihr alles weg und macht es kaputt. Das ist richtig schlimm […] Der Anschlag an Jenny ist nicht nur an sie. Er ist an uns alle. An Schwarze Menschen. An Schwarze Frauen”

Bei dem Anschlag wurden auch die Bewohner:innen des Hauses gefährdet, zum Glück wurde jedoch niemand verletzt. Die Polizei ermittelt derzeit und geht von Brandstiftung aus, ein rassistisches Motiv wird von der Polizei wie so oft nicht erkannt bzw. benannt. 

  

Foto © Kreispolizeibehörde Mettmann